Meerforellen – Fischen Als, Reisebericht Fliegenfischerfahrt Herbst 17.10.-24.10.2015

v.l.n.r Jürgen, Volker, Jaques, Michael S., Michael P.

In diesem Jahr fand unsere Fliegenfischerfahrt im Oktober statt. Die Bedingungen wären bei 12 Grad Wassertemperatur fast ideal gewesen, wäre nicht durch den starken W/SW Wind auf Als der Ostsee vor unseren Watanzügen teilweise das Wasser ausgegangen.

Wir hatten in dieser Zeit mit 4 Fliegenfischern von Fischweid und einem Gast die Möglichkeit das Mefo – Fischen hautnah in seiner Realität auftretenden Wirklichkeit zu erleben.

Unsere Erfolge standen diesmal in Widerspruch zum Traumgebilde vieler Fliegenfischer, betreffend dem Fischerfolg im Wolkenkuckucksheim.

An keinen von uns befischten Stellen war eine aquatische Lebensform als Nahrungsquelle für die Mefos präsent. Eines der schlagkräftigsten Argumente bei der Platzwahl wurde noch dahingegen negativ übertroffen, dass der Wind das Wasser von der Insel wegdrückte.

Ob nun beide Faktoren gemeinsam oder anteilig für unseren mäßigen Fangerfolg verantwortlich waren, mag ich nicht ergründen, jedoch blieb der Fangerfolg auf 50 plus aus.

Es sei erwähnt, dass jeder von uns eine Forelle hatte, die Rendite hingegen deponierte sich eher in Richtung 40 minus.

Das Enträtseln der bevorzugten Plätze zu dieser Zeit, trotz keiner beachtlichen Wetterkapriolen wie im April, ist uns leider nicht gelungen.

Man sieht also, dass auch Abschnitte im November in jeglicher Hinsicht als problematisch einzuschätzen sind. Erstaunlicherweise haben wir an allen unserer besuchten Angelplätzen kaum einen weiteren Angler gesichtet. Entweder waren Diese ortskundiger und wussten wo die Mefos sich aufhalten, blieben bei den Wetterbedingungen einfach zu Hause oder man kann zu dieser Zeit generell nicht mit einem überdurchschnittlichen Auditorium an Fliegenfischern kalkulieren.

Der Sinn für die Natur, miteinander Fischen und der verlangende Triumph nach einer großen Mefo, haben daher letztendlich unser Handeln in dieser Woche geprägt.

Die Reise hatte jedoch auch eine Fliegenfischer – Premiere zu verzeichnen. Als Gast an Bord unserer Gruppe pirschte Michael in der Startaufstellung zum ersten Mal mit uns zum Mefo – Fischen. Er wusste Bescheid: „Der Fisch der 1000 Würfe“ usw.

Nach dem ersten Tag ohne Fangerfolg setzt wahrscheinlich der übliche Traditionsprozess ein und man rätselt für sich und kommt zur Erkenntnis, dass einige Forellen sich fälschlicher Weise daran gewöhnt haben niemals am Haken eines Anglers zu hängen. Michael war nicht alleine mit seinen Gedanken. Es war festzustellen, dass sich in dieser Hinsicht eine telepathische Wechselwirkung mit uns einstellte.

Ich glaube, bei all den „Fachkräften“ am Wasser wollte er als Kavalier keinen „Fehlstart“ riskieren.

Nach dem Motto „man fängt nur, wenn man fischt“, wurde er am zweiten Angeltag mit seiner ersten Mefo belohnt. Kein Riese, aber sicherlich ein riesiges Erlebnis. Das macht Mut, motiviert und spornt an für die noch folgenden Angeltage.

Auch beim Werfen mit der Fliegenrute beherrschte Michael als Einsteiger zunehmend das Spiel der Fliegenschnur zwischen Strand und Wellen.

In unseren Berichten zuvor hatten wir bereits einige kurze Stellenbeschreibung der von uns aufgesuchten Angelplätze abgegeben. Wir nehmen euch nun mit zu 5 neuen Plätzen, die wir zu dieser Zeit besuchten.

Keagnas Ende

Vom Parkplatz mit den 3 Windrädern ist man sofort am Wasser. Wahrscheinlich auch ein Grund der Beliebtheit dieser Stelle, denn wir waren Vormittags nicht alleine. Zwei Sportangler mit der Spinnrute zeigten uns ihre gefangenen Köhler. Wer einsam unter Fischen sein möchte, dem sind dann doch eher die Morgenstunden zu empfehlen.

Gammel Pol

Der Wind stimmte und wir beschlossen den Vormittag bei Gammel Pol zu verbringen. Man stolpert schon förmlich über das Riff, das sich direkt im Näherungsbereich des Parkplatzes befindet und daher, die auch nicht immer erkennbare Mühe wert ist, seine Fliege links und rechts vom Riff in Richtung Ostsee zu präsentieren. Obwohl ich danach fast überzeugt war, dass ich meine Zeit verschwendete, lief ich die sehr schöne aber stolpernde Strecke nach Norden ab und katapultierte meine Flugschnur ergebnislos Richtung Horizont, in der Hoffnung – denn diese stirbt bekanntermaßen zuletzt – nach meinen bisher eher traurigen Erfahrungen doch noch fischlichen und göttlichen Zuspruch zu erhalten. Ich erleichterte mir dann den Tag mit Vorstellungsübungen bzgl. einer gedanklichen Drillsituation, also Mefo – Motivation – Training ( MMT ).

Hummelvig

Eine gute Alternative zu Gammel Pol und von dort aus schnell erreichbar. In nördlicher Richtung flacher Bereich, in südlicher Richtung wird es tiefer und ähnliche Strukturen wie Gammel Pol, also Watfischen parallel zum Ufer ist fast unmöglich und beim Einwaten ist ein Watstock zu empfehlen. Man hat nicht den Eindruck, dass die Strecke von vielen „Mefo – Spezialisten“ angemietet wird, so dass man hier sicherlich eine sehr persönliche Fischerei erleben kann.

Mjels Vig

Den Watstock kann man getrost im Auto lassen. Man hatte beim ersten Einstieg den Eindruck einen überfluteten Buddelkasten zu betreten, jedoch auch gleichzeitig ein angenehmes Gefühl mal nicht über schlüpfrige Steine und Riffe zu stolpern.

Eine zu dieser Jahreszeit angenehme Mischung aus Put & Take und Fjord – Fischerei. In der Hoffnung sehr wohltuend, unser offensichtliches Bemühen keinen Fisch zu fangen zu vermeiden. Jedoch waren die „Vig -Forellen“ eher unterernährt und litten an chronischem Hunger.

Ein zu dieser Jahreszeit und Wassertemperatur eher schlecht gewählter Angelplatz. Ein Drill bis an unsere Leistungsgrenzen blieb aus. Sicherlich eine Top Stelle, so haben wir gehört, wenn es an der Ostsee richtig kalt zugeht oder nachdem der Winter die Vig mit Eis bedeckte.

Mommark

Ich muss zugeben, dass wir ein wenig Probleme hatten den richtigen mobilen Einstieg nach Mommark zu finden. Viele Ferienhäuser entlang der Küste versperrten uns den legalen Einstieg zum Strand. Wir haben dann südlich vom Hafen in einem kleinen Waldstück geparkt, fast direkt am Riff. Den nördlichen Bereich haben wir ausgelassen, da dieser zu der Jahreszeit als Schutzzone ausgewiesen ist. Der südliche Bereich beginnt sandig und wird erst nach einem kleinen Fußmarsch steinig und interessant, dann sollte man aber auf jeden Fall einen Watstock dabei haben. Go & Cast wie zuvor ist kaum noch möglich. Bei schönen Wetter, auch außerhalb der Ferienzeit, muss immer mit Publikumsverkehr gerechnet werden. Ein Großteil der Angler hält sich im Wasser auf. Bei Näherung eines Strandgängers drückt sich der Angler tief in das Wasser. Für die Strandgänger ist es daher fast unmöglich die Angler beim Fliegenfischen wahrzunehmen – sicherlich reichlich überzogen und unwahr. Überfüllte Strände und pausenlos Zuschauer beim Fischen haben wir in DK noch nie erlebt. Das Gegenteil ist der Fall und ein kleiner Smalltalk am Wasser sorgte für etwas Abwechslung. Mommark ist eine empfehlenswerte Stelle mit richtig netten Strandgängern.

Ein Herbst voller Genüsse

Savoir vivre von Jaques mit Wein und Käse anstatt Weib und Gesang. Le fromage wurde zelebriert. Er versuchte nicht nur mit Faden und Federn neue Wunderwaffen zu binden, sondern seine Auswahl an Wein und Käse setzte der exzellenten deutschen Hausmannskost noch die kulinarische Krone auf.

Wenn uns die Ostsee nicht mit Ü 70 verwöhnt hat, dann wir uns eben selbst mit einem guten Wein, ein Stückchen Käse und fantasievollen Gerichten aus der Heimat.

Zwei verschiedene Regionalküchen sorgten dafür auch in der Fremde an das gute Essen zu Hause erinnert zu werden. Die Hauptgerichte in Form deutschnationaler Kochkunst wurden bereits in der Heimat von unseren lieben „Köchinnen“ Tina und Ute als „Essen to go“ hergerichtet und in einer tiefgefrorenen Lunchbox mitgegeben.

Nun werden wir Männer immer wieder als Exemplare dargestellt die zu Hause nicht wissen wo sich die Küche befindet und was die Frau da so treibt. Bei uns natürlich vollkommen anders. Zurück vom Fischen bedurfte es zunächst den richtigen Kochtopf auszuwählen. Kriterien wie Kochtopfgröße, Bodenbeschaffenheit und Wärmeableitfähigkeit gaben letztendlich den ausschlaggebenden Zuschlag für den einzigen vorhandenen Topf von wenigen, der alternativlos benutzt werden musste. Suppen, Gulasch oder Pasta in den Topf geben, Töpfe rauf auf die Heizzonen und die danach noch rot leuchtenden Ceraner durch probieren abschalten.

Ein Artikel im Fliegenfischen reichte in der Regel als Kochzeit aus und die tägliche „Ernährungsmesse“ wurde von allen entweder als leckerer Auftakt oder genussvoller Abschluss eines erfolglosen Angeltages gewertet.

Fazit

Beim morgendlichen Sonnenaufgang oder sinkender Dämmerung in der Verlassenheit des Meeres die Barriere zwischen Land und Meer durchwaten. Durch einen Biss die Monotonie der vergangenen Tage unterbrechen. Letztendlich den Bann brechen und wir werden Sie sehen und hören, einen silbrig glänzenden Brocken , weißschäumiges Wasser das Surren unserer Fliegenrolle und das Biegen der Rute bis zur Umformung des Materials. Das Prinzip Hoffnung, eine positive Erwartungshaltung, jede Menge Spaß beim Werfen und das gemütliche Miteinander unter Freunden und Gleichgesinnten sind letztendlich die Selbstheilungskräfte nach erfolglosen Angelstunden, die uns vor jeder Reise in heller Aufregung versetzen.

Die nächste Reise kommt bestimmt

Im April und Oktober geht es im Jahresrahmenprogramm 2016 wieder los zur nächsten Mefo-Tour nach Als. Wir freuen uns auf neue spannende Erlebnisse und vielleicht trifft man den einen oder anderen von euch. Wir würden uns freuen. Falls Ihr Fragen habt, bitte zögert nicht, uns zu schreiben!

Danksagung

Tina, Ute und Jacques, die das Essen zu einen stets mit Freude erwarteten Ereignis machten.

Michael S. für die tolle Idee dieses erwähnenswert zu berichten und Mitautor beim „kulinarischen“ Artikel.

Tight lines

Michael

Jahresrahmenprogramm 2016

Jahresrahmenprogramm 2016

DatumAnlassZeitpunkt
20. FebruarEisbeinessen17:00 Uhr
08. – 16. AprilFliegenfischerfahrt
23. AprilFrühjahrsslip07:00 Uhr
08. MaiHegefischenAbfahrt vom Steg 06:30 Uhr
Ende: 11:00 Uhr am Steg
22. MaiVereinsturnier Casting I09:30 Uhr
05. JuniRaubfischangelnAbfahrt vom Steg 06:30 Uhr
Ende: Nach Ansage
10. Juni-12. JuniKönigsangeln beim SAV Hamburg
02. JuliGrillen auf der Terrasse mit Live-Musik17:00 Uhr
04. SeptemberVereinsturnier Casting II09:30 Uhr
11. SeptemberHegefischenAbfahrt vom Steg 06:30 Uhr
Ende: 11:00 Uhr am Steg
16. - 18. SeptemberGemeinsames Raubfischangeln
Hamburg – Berlin
Nach Ansage
02. OktoberRaubfischangelnAbfahrt vom Steg 06:30 Uhr
Ende: Nach Ansage
08. - 16. OktoberFliegenfischerfahrt
29. OktoberHerbstslip07:00 Uhr
Bußtags-WocheHerbstfahrt zum Plauer See
11. NovemberGrillen mit Punsch unter freiem Himmel an der Grillecke16:00 Uhr
10. DezemberAdventskaffee15:00 Uhr
Neujahr 2017Spaziergang13:00 Uhr
Termine für Jugendveranstaltungen werden gesondert bekannt gegeben
Termin für gemeinsames Skattunier
AV Sonntagsfreunde – SV Fischweid
wird gesondert bekannt gegeben

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Jahresrahmenprogramm 2016
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Meerforellenangeln an der Trave

Jörg

An einen schönen Wochenende im September wollen wir es wissen, mein Freund Jacques und ich fahren an die Trave zum Meerforellen fischen und haben uns dafür 3 Tage Zeit genommen. Angekommen nach 3-stündiger Fahrt im Regen
erwartet uns schon unser Guide. Hans-Jürgen hatte sich angeboten, uns diese schöne und vielseitige Flussstrecke näherzubringen. Zielsicher geleitet er uns vorbei an Bullen, Kühen und Kuhfladen an die Trave. Wenig Wasser und viel Schlamm im Fluss fordern uns am ersten Tag viel Geschick ab – wir fangen aber nichts.
Nach einer romantischen Übernachtung am Holzsee geht es am zweiten Tag wieder voller Tatendrang an den Fluss.
Kaum dort, winkt schon unser neuer Guide. Karsten ist der Gewässerbetreuer, er kennt die Stecke genau. Wir verbringen den Tag miteinander und haben viel Spaß zusammen. Die Ausbeute an diesem Tag ist besser, einen Barsch
und eine schöne Bachforelle von 29,0 cm Länge.
Nach einer weiteren Nacht im Holzseeheim geht es am Morgen mit der Fliegenrute auf den See hinaus. Das Wetter ist fürchterlich, immer neue Regenschwaden ziehen über uns hinweg, aber unsere Stimmung ist trotzdem gut, die schöne Landschaft rund um den See entschädigt uns.
Wir verlassen den Holzsee am Mittag und wollen es noch einmal an der Trave versuchen. Jacques ist voller Optimismus wegen des schlechten Wetters. Ideal sagt er, besser geht es nicht für Meerforellen. Nun gut denke ich, wir werden sehen.
Der Wasserstand ist durch den vielen Regen höher und macht das Fischen mit einem leichten Spinner einfacher.
Wir wechseln die Ruten und Köder in kürzeren Abständen und versuchen Alles – ohne Erfolg. Jeder noch einen Wurf, dann
soll Schluss sein. Ich probiere es vor einem einsamen Baum auf der Wiese, Jacques in kurzer Entfernung dahinter.
Da höre ich seinen Schrei und weiß was jetzt zu tun ist. Mit dem Kescher in der Hand eile ich los und mit einiger Mühe
landen wir eine 62 cm lange Meerforelle. Wow, das ist super. Wir sind voller Freude und die Rückfahrt nach Berlin ist sehr unterhaltsam. Manchmal ist eben der letzte Wurf der Entscheidende.
Die Tour war ein voller Erfolg, wir haben viel erfahren und ein neues Revier kennengelernt. Unser Dank gilt unseren Guides,
die sich Zeit für uns genommen haben und dem Heimwart des Holzseeheims für die gute Vorbereitung.

Wir wünschen Euch eine schöne Zeit.
Viele Grüße vom SV Fischweid Berlin
Jörg

Fliegenfischen – Wurftraining mit der Einhandrute

Wir treffen uns im Verein.
Am Donnerstag 17. September ab 13:00 bis 17:30

Das Programm: Prüfung/Abstimmung der Ausrüstung; Wurfübungen auf der Wiese; usw.

Bitte, wenn vorhanden Ihre Ausrüstung mitnehmen. Wenn Sie keine Fliegenrute, bzw. Fliegenrolle haben, rufe Sie mich bitte an.

Tel. Nr. 0151 425 47 830

Sie können mich gerne ebenfalls per Mail kontaktieren: emergerjak@t-online.de

Für eine bessere Vorbereitung ist eine Anmeldung erwünscht, jedoch nicht unbedingt erforderlich!

ich freue mich auf Sie.

Amicalement, Jacques

Achtung: der Termin wird bei Regen verschoben

SV. Fischweid Berlin – Wannsee Flyweid – Fliegenfischen Harz


Oberer Nassenwieser Teich und Schröterbacher Teich

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Jeder der schon einmal etwas über das Fliegenfischen im Harz gelesen oder gehört hat, bekommt sicherlich immer die gleiche Antwort auf seine Frage, wo man denn dort fischen könnte ?

Unzählige Fragen die nach einer Antwort suchen und am Ende fast immer beantwortet werden mit der Antwort „die Bode“.

Sicherlich ist das Bodetal einer der ersten Adressen für das Fliegenfischen und die Bode sicherlich eine der bekanntesten und bedeutendsten Flüsse im Harz.

Es gibt aber noch andere verlockende Reiseziele für Fliegenfischer , wenn man nicht unbedingt im Fluss, zwischen Wäldern und Hügeln versteckt fischen möchte und denen der Weg zur Bode von seinen Urlaubsort zu weit ist.

Oberer Nassenwieser Teich

Die Rede ist nun vom Oberen Nassenwieser Teich und Schröterbacher Teich . Diese beiden Teiche befinden sich zwischen Wäldern versteckt in einer reinen Naturlandschaft, wo man sich als Fliegenfischer ungestört entfalten kann.

Beide Teiche liegen im Näherungsbereich von Clausthal – Zellerfeld und den umliegenden Orten Altenau, Buntenbock und Schulenberg.

Schröterbacher teichEigentümer der Teiche sind unter anderem die Harzwasserwerke GmbH und die niedersächsischen Landesforsten, die das Fischereirecht an örtliche Angelvereine verpachten.

Diese haben sich wiederum zur „Interessengemeinschaft  Harzgewässer e.V“ zusammengeschlossen und verkaufen die Angelkarten „Oberharzer Teiche“ für z.Zt. 39 Gewässer.

Der Fischbestand in beiden Gewässern ist gut besetzt, mit Bachforellen im Oberen Nassenwieser Teich und Regenforellen im Schröterbacher Teich. So war es mir vergönnt, auch einige der schönen und kampfstarken Forellen zu fangen.

GD Schröterbacher TeichIm September 2014 hatte ich mich mit Gerhard Düerkop vom VNS Goslar zum Fliegenfischen am Schröterbacher Teich getroffen. Zwei Fliegenfischer, dass passt immer und so wurde es auch ein toller gemeinsamer und erfolgreicher Tag am Schröterbacher Teich.

Meine Frau, zwar Nicht – Fischerin und eher dem wandern zugeneigt und ich als Fliegenfischer fühlten uns gleichwohl in der überwältigten Harzlandschaft.

Als Ausgangspunkt für geplante Fliegenfischer – Touren zu den Oberharzer Teichen ist der Feriendienst Kegler in Altenau sehr zu empfehlen. Gute Lage, passables Preis – Leistungsverhältnis und gute Ausstattung der Zimmer. Die „Wirtsleute“ Susanne und Andreas immer freundlich und hilfsbereit.

Aber nun zur eigentlichen Fischerei an den Teichen. Die Gewässer unterscheiden sich aufgrund einzelner Sonderbestimmungen. So ist es am Oberen Nassenwieser Teich ausschließlich erlaubt nur mit Flugschnur und künstlicher Fliege zu fischen. Am Schröterbacher Teich hingegen ausschließlich nur mit künstlicher Fliege, also ist eine Flugschnur und Fliegenrute dort nicht unbedingt Vorraussetzung.

Beide Gewässer sind als Salmonidengewässer ausgewiesen und die Höchstfangzahl pro Kalendertag ist auf 3 Edelfische beschränkt.

Eine Fliegenrute der Schnurklasse #4 bis #6 in der Länge bis 9“ ist vollkommen ausreichend. Eine Wathose sollte man auf jeden Fall dabei haben. Am Oberen Nassenwieser Teich ein unbedingtes „Muss“, am Schröterbacher Teich würden auch bedingt Watstiefel ausreichen.

Als Köder möchte ich keine besondere Fliege hervorheben. Ich selber fische immer mit unterschiedlichen Fliegen und habe Erfolg. Ein Muster, mit dem ich den Angeltag immer beginne, möchte ich euch jedoch trotzdem kurz vorstellen.

IMG_1069Pheasant Tail, gebunden als „Killer – Nymphe“ mit Deckflügel aus Pearl Lurex und Thorax aus Pfauengras. Eigentlich ein klassisches Nymphen Muster jedoch mit der Ergänzung einer Thorax – Rippung aus Pearl Lurex auf Haken Größe 10 – 14.

Eine WF – F oder DT – F Fliegenschnur in der entsprechenden Schnurklasse deckt schon den Großteil einer perfekten Abstimmung zum Fischen ab. Als Ergänzung ist ein sinkendes Poly – Leader bzw. eine Sinkschnur empfehlenswert, wenn keine Aktivität am Wasser sichtbar ist.

Ich selber fische am liebsten mit einer Vision Attack # 4 – 8 ft. und einer entsprechenden WF – F oder WF – F/S Fliegenschnur. Am Oberen Nassenwieser Teich sollte der Rollwurf zum Repertoire eines jeden Fliegenfischers gehören, da „Überkopfwürfe“ nur an sehr wenigen Stellen effektiv möglich sind.

Mit dem Fazit zu beiden Teichen „klein aber fein“ möchte ich diesen Beitrag abschließen und zusammenfassend den Harz, der für mich zu einen der schönsten nationalen Urlaubszielen in Deutschland gehört, allen Fliegenfischern und selbstverständlich auch allen die nicht fischen, als Familienurlaub empfehlen und wünsche euch einen unvergesslichen Urlaub und allen Fliegenfischern bewegende Momente beim fischen.

Für Fragen, Anregungen oder Anfragen meldet euch einfach per Mail bei mir. Auch ein Guidling oder Wurfkurs vor Ort ist möglich falls Reisetermine miteinander korrespondieren.

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Michael

SV. Fischweid Berlin – Wannsee Flyweid – Fliegenbinden…

… Separation, Mission oder einfach nur Hobby

 

Fliege1Fliegen selber binden – das ist wie Fingerabdrücke hinterlassen am Tatort, individuell und unverwechselbar, wie sein Besitzer.

Man könnte sogar Differenzieren zwischen diversen Typen von Fliegenbindern, wie z.B. den Novizen, Perfektionisten oder Minimalisten erkennen.

Erstmal angefangen, hat jeder Selbstbinder ebenso viele Fliegen wie Fische, die er nie fangen wird.

Selbst Schnorrer sind bei voller Belegung der Fliegenboxen zur freiwilligen Ausgabe herzlich willkommen.

Sitzt man zu Hause stundenlang am Bindestock, wird von der Liebsten in typischer Weise versucht, durch Zwang, Einschüchterung oder Gewalt, wieder die Kontrolle über den Partner zu erlangen.

In vielen Bereichen wird man auch außerhalb der häuslichen Isolation am Bindestock wieder sensibilisiert und achtet beim Autofahren plötzlich auf bestimmte Tierarten, die bewegungslos am Straßenrand liegen und beim stöbern auf dem Flohmarkt begutachtet man plötzlich Perücken oder Haarteile und gerät beim Kauf derselben in Erklärungsnot.

„Wo ist mein Nagellack und meine Nagelschere“ ? schreit es aus dem Badezimmer, wobei bereits ein begründeter Platz in der Bindekiste arrangiert wurde und man wird, der Not gehorchend, zur Abtretung der Gebrauchsgüter unterworfen.

Marabu Shrimp greenBeim Einbinden von Marabu wird plötzlich ohne Vorwarnung das Fenster geöffnet und darauf folgend der Beweisgrund geliefert für den Ankauf eines Vorwerk Kobold der Luxusklasse zum Anschaffungspreis einer kompletten Fliegenfischer – Ausstaffierung der gehobenen Preislage.

Wenn Ihr diesen „gefährlichen“ Weg zum Fliegenbinden betreten möchtet, helfen wir euch gerne bei der Umsetzung und geben euch Deckung bei uns im Verein. Auch zum geselligen Beisammensein mit Gleichgesinnten laden wir wohlgesinnt ein und freuen uns auf rege Resonanz und Teilnahme. Meldet euch einfach unverbindlich bei mir an oder sendet eine Mail an SV.Fischweid. Eure Anfrage wird dann an den entsprechenden Ansprechpartner im Verein weitergeleitet.

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Michael

Jahresrahmenprogramm 2015

Jahresrahmenprogramm 2015

DatumAnlassZeitpunkt
21. FebruarEisbeinessen17:00 Uhr
25. AprilFrühjahrsslip07:00 Uhr
10. MaiHegefischenAbfahrt vom Steg 06:30 Uhr
Ende: 11:00 Uhr am Steg
17. MaiVereinsturnier Casting I09:30 Uhr
14. JuniRaubfischangelnAbfahrt vom Steg 06:30 Uhr
Ende: Nach Ansage
27. - 28. JuniKönigsangeln beim SAV Hamburg
4. JuliGrillen auf der Terrasse mit Live-Musik17:00 Uhr
28. - 30. AugustGemeinsames Raubfischangeln Hamburg - BerlinNach Ansage
6. SeptemberVereinsturnier Casting II09:30 Uhr
13. SeptemberHegefischenAbfahrt vom Steg 06:30 Uhr
Ende: 11:00 Uhr am Steg
4. OktoberRaubfischangelnAbfahrt vom Steg 06:30 Uhr
Ende: Nach Ansage
17. - 24. OktoberFliegenfischerfahrt
7. NovemberHerbstslip07:00 Uhr
BußtagwocheHerbstfahrt zum Plauer See
13. NovemberGrillen mit Punsch unter freiem Himmel an Grillecke16:00 Uhr
12. DezemberAdventskaffee15:00 Uhr
Neujahr 2016Spaziergang13:00 Uhr
Termine für Jugendveranstaltungen werden besonders bekanntgegeben
Termin für gemeinsames Skatturnier AV Sonntagsfreude - SV Fischweid wird besonders bekanntgegeben

Download Jahresrahmenprogramm_2015

 

SV. Fischweid Berlin – Wannsee Sommerfest 04.07.2015

Sommerfest 2015/1An einem Samstag Nachmittag war es dieses Jahr endlich wieder soweit. Unser Angelverein präsentierte sein „kleines Sommerfest“ im Juli 2015 und verspricht jede Menge  gute Laune.

Vor den Festlichkeiten wurde von unserem Vergnügungsausschuss alles für einen würdigen Saisonhöhepunkt vorbereitet.

Eine kleine Bühne wurde hergerichtet für unseren DJ, der in seiner Mission, gute Laune zu verbreiten, nicht enttäuschte.

Der kulinarische Höhepunkt durch unseren italienischen Catering – Service bedeckte ein Großteil der Fläche im Vereinsraum und es wurden italienische Klassiker angerichtet von denen wir nicht genug bekommen konnten.

SVF Terrasse1Alle hatten ihren Spaß und es war ein wunderbares Sommerfest – aber auch dieses kann manchmal zu kurz sein.

Von unserem Patenverein SAV Hamburg besuchte uns Dieter mit seiner Gisela und beschreibt den Verlauf unserer Feier, wie man es passender nicht hätte beschreiben können:

„Ein Reiseunternehmen macht mit dem Slogan „Unterwegs mit netten Leuten“ Reklame. Wir überschreiben Besuche am Wannsee mit dem Slogan „Unterwegs zu netten Leuten“. Ja, es war wieder eine Reise zu einem schönen Sommerfest, wobei das Wort „Sommer“ in diesem Jahr eine überragende Bedeutung hatte. Besonders beim Festausklang am Sonntag freuten wir uns, dass der Getränkeverbrauch am Vortag etwas gedrosselt war. So bestand am Sonntag keine Gefahr auszutrocknen oder zu verdursten“

SVF  BierDie Feier ist nun schon vorbei, die Stunden sind im Nu vergangen. Was wären selbst die schönsten Feste ohne all die lieben Gäste. Nächstes Jahr laden wir wieder ein, allerdings dann zum „großen Sommerfest“. Bis dahin wird es sicherlich vereinsintern noch viele Anlässe zum Feiern geben.

SV.Fischweid Berlin – Wannsee Flyweid – Fliegenfischen

Rekrutierung zum Fliegenfischer

FW Michael

Wahrscheinlich hat schon jeder Fliegenfischer den Film „ Fliegenfischen im Jemen“ gesehen. Sicherlich ist es noch nicht so weit, dass ein angelbegeisteter Scheich  in unserem Berliner Wannsee die Lachsfischerei einführen wird, jedoch gibt es auch Fische ohne Fettflosse bei uns , die für unsere Fliegenrute immer interessanter werden.

Genannte Fischarten im Wannsee sind hier z.B. Hecht, Barsch, Zander oder Rapfen …

Für viele Angler beginnt das Fischen mit einfacheren Methoden, als mit der Fliegenrute. Ist aber der erste Step gemacht, die Überwindung abgelegt, ist ein Rückfall fast ausgeschlossen.

Fliegenfischen als „Königsdisziplin“ im Vergleich zu anderen „Blech“ oder „wurmbadenen“ Angelmethoden ?

Die Einstellung aus früheren Jahren hat sich grundsätzlich im Laufe der Zeit gewandelt. Gleichgesinnte die sich am Wochenende in der Früh den Wecker stellen, sich fast heimlich und leise einen Kaffee kochen und nach Wochen wieder zum ersten mal einen Sonnenuntergang erleben, haben alle die gleichen Gemeinsamkeiten, die sich sicherlich nicht alleine ausschließlich auf die Angelmethoden reduzieren lassen.

Wir fühlen uns mit ihnen allen im Verein SV.Fischweid verbunden und möchten viele von euch kennenlernen und mit allen glückliche und gemeinsame Angelstunden verbringen.

Der Fischfang, mit der Fliegenrute oder Spinnrute, ist wohl eine der wenigen Augenblicke, bei der sonst fotoschüchterne Angler lächelnd nach einen Fotoapparat verlangen.

FW VolkerMöchtet ihr mehr über unseren Verein oder das Fliegenfischen erfahren, dass erste Mal mit der Fliegenrute werfen, einfach mal probieren oder einen Kurs bei uns besuchen, dann meldet euch einfach unverbindlich bei mir an bzw. sendet eine Mail an Fischweid . Eure Anfrage wird dann an den entsprechenden Ansprechpartner im Verein weitergeleitet. Eine Fliegenrute zum probieren wird vom Verein beigestellt.

Möchtet ihr dann mit Schwung in die zweite Runde, empfehlen wir euch gerne, nach Wunsch, einen zertifizierten Fly Casting Instructor.

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Michael

Meerforellen – Fischen Als Reisebericht Fliegenfischerfahrt Frühjahr 28.03 – 04.04.2015

 

 

Abendstimmung Norreskov
Abendstimmung Norreskov

Pünktlich zum Beginn der Sommerzeit starteten Jürgen und ich nun unsere nächste Fliegenfischerfahrt nach Als, leider ohne Volker, der beim nächsten Mal aber sicherlich wieder dabei sein wird.

Diesmal sollte es das „Frühjahr“ sein. Als unschlagbares Duett und voller Hoffnung, die beste Zeit zum Meerforellen – Fischen zu erwischen, ergründeten wir nun andere Angelplätze als zuvor im Herbst.

Umfangreiche Recherchen bzgl. der Wassertemperatur und Windrichtung auf unserer Lieblings-Webseite DMI ließen uns nichts gutes erahnen. Wer sich dann den Wettertrend für die nächste Reisewoche anschaute, stellte fest: Auf schlechtes Wetter folgt noch schlechteres.

Leider haben wir nicht das zeitliche Fenster, spontan mit gepackten Equipment bei tollen Wetter der Sonne und dem Wind auf Als hinterherzufahren, so mussten wir das nehmen, was nun kommt.

Eiszeit auf Arnkil
Eiszeit auf Arnkil

Das Fischen ging eigentlich nur mit “ 3 Wetter Taft „, selbst bei mir. Windstärken von 16m/s und Schnee, dazu dauerhaft NW-Wind und Null Grad. An jeder Angelstelle wurde die Wassertemperatur gemessen, aber keine Unterschiede festgestellt. Das Wasser hatte überall ca. 7 Grad, ob an der Küste oder Fjordseite. Wahrscheinlich weil kaum Sonne und überall Wind vorhanden war.

Der Sturm hatte dann die ganze Insel eingenommen. Wir haben die Woche kaum Angler gesehen, geschweige denn Fliegenfischer. Aufgestanden sind wir immer schon bei Dunkelheit und um 6.00 Uhr früh raus, da hatten wir nur ca. 10m/s, bis der Wind dann wieder loslegte. Einige Fliegenfischer testierten uns Durchhaltevermögen, und fischten Situationsbedingt am Forellensee. Diese Kapitulation sagt schon alles über die Situation.

Lonsmade8 Rolle

Unsere bevorzugten, im Vorhinein ausgesuchten Angelstellen konnten wir leider nur bedingt befischen. Wir konzentrierten uns dann auf Arnkil, Norreskov und Lonsmade.

Norreskov bzw. der Strand Nygard ist eine tolle Strecke und ausreichend Waldparkplätze stehen auch zur Verfügung. Mitte der Woche war das Wasser jedoch nur noch angetrübt. Den letzten Tag waren wir in Lonsmade fischen, am Eingang zur Vig. Jürgen fischte im östlichen Teil der Bucht und ich im nordwestlichen Teil mitten am Wind . Man muss dann „einfach“ Richtung Ufer werfen und nach hinten ablegen – hat super funktioniert. Das üben zuvor auf der Wiese (nach hinten abzulegen) hatte dann seine Berechtigung.

Ralph Mefo 60 cm

Mit Ralph von Fario e.V Berlin hatten wir uns einen Tag zum Fliegenfischen in Rade getroffen. Rade liegt ca. 100 km von Als entfernt kurz vor Aro. Wir machten uns dann ohne Fisch um ca. 13:00 Uhr wieder auf den Heimweg nach Als. Ralph hatte die Woche darauf am Montag wieder super Wetter und Ententeich. Diesen hat er komplett in Halk verbracht und fing noch eine schöne 60 cm Mefo. Glückwunsch an Ralph.

Meine beiden blanken Mefos von ca. 55 cm habe ich in Arnkil gefangen, hatten nichts im Magen, aber trotzdem gut genährt, die anderen 3 Stück hatten zwar Mindestmaß aber nicht Mitnahmemaß.

Wo sind die Fische
Wo sind die Fische

Ich glaube nach dieser Woche kann uns beiden in Sachen Wind und Wetter nichts mehr erschüttern beim Mefofischen. Selbst bei Windstärken ab 12m/s ist fischen noch möglich, wenn der Wind von der Seite kommt.

Jürgen hatte am letzten Tag in Lonsmade noch 2 Mefos am Haken, sind aber leider wieder vom Haken gerutscht.

Es hat trotz des Wetters alles Super Spaß gemacht und am 17.10.2015 geht es mit Fischweid wieder eine Woche nach Als. Vielleicht trifft man sich, wir würden uns freuen.

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Michael